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Datenschutz in Online-Spielen
Ein hübsches Wortspiel für ein wenig hübsches Thema: "DOS - Datenschutz in Online-Spielen" nennt sich eine Studie des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) im Auftrag des Bundesministreriums für Bildung und Forschung. Allein der Leitfaden dazu umfasst 54 Seiten, der ausführliche Report ist dreimal so lang.
In der Pressemeldung dazu stellt das ULD fest, dass bei den Anbietern von Online-Spielen erhebliche Defizite herrschen. Immerhin gibt man sich im Ton gemäßigt: Der Projektleiter von DOS im ULD, Henry Krasemann (der sich nebenbei auch schon mit Rechtsfragen von virtuellen Gegenständen befasst hat), meint „Als wir vor drei Jahren begannen, wurden wir wegen des vermeintlich exotischen Themas von vielen Seiten belächelt. Inzwischen erhalten wir regelmäßig Anfragen und Beschwerden zu Verletzungen von Datenschutzrechten beim Betrieb von Online-Spielen. Uns geht es nicht um das Hinterherhecheln bei Skandalen, sondern vorrangig um die konstruktive Zusammenarbeit mit den maßgeblichen Firmen. Bei vielen deutschen Unternehmen ist die Bereitschaft zu datenschutzgerechtem Vorgehen erkennbar.“
Eins dürfte trotzdem sicher sein: Die Studie wird das Thema Datenschutz bei Online-Spielen stärker ins Rampenlicht rücken. "Augen zu und speichern" wird künftig also immer weniger funktionieren.
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